Kung-Fu und Tai Chi Chuan - wie Alles begang...

Lesen Sie hier alles über die chinesischen Kampfkünste, die Stilarten und über die Zielsetzung des
TV-Asberg 1897 e.V.

Die chinesischen Kampfkünste blicken auf eine weit über 2000 jährige Geschichte zurück. In diesen
Jahrhunderten haben sich die Formen des ursprünglichen chinesischen Boxen und Ringen gewandelt,
verfeinert und an Effektivität gewonnen.


Für das beim TV Asberg unterrichtete System sei die Herkunft des Namens "Shaolin" kurz erklärt:

In den verschiedenen chinesischen Provinzen gab es eine Vielzahl buddistischer Klöster, die allerdings zum Teil verschiedene Glaubens- und Lebensweisen innerhalb des Buddismus praktizierten. Diese verschiedenen Bruderschaften gaben sich Namen, durch die sie zu unterscheiden waren. Auf diese Weise entstand auch der Name einer Bruderschaft, die sich "Shaolin Mönche" nannte. Diese Mönche hatten im Norden und Süden Chinas Klöster, von denen aus sie Ihre Art zu Glauben und zu Leben den Mitmenschen vermittelten.

In Chinas Geschichte gab es häufig unruhige Zeiten in denen plündernde und mordende Banden das Land unsicher machten. Ein bevorzugtes Ziel solcher Banden waren die buddistischen Klöster, da die Mönche oftmals von dankbaren Gläubigen beschenkt wurden und innerhalb der Klostermauern, im Gegensatz zur übrigen Bevölkerung, kaum jemand hungern mußte. Aus dieser Not sich verteidigen zu müssen, machten die Shaolin Mönche eine Tugend. Sie übten sich in den bis dahin bekannten Kampfkünsten.

Da sie jedoch mit diesen Bewegungsabläufen nicht zufrieden waren, beobachteten sie die Fauna der Natur und entdeckten, daß sich Tiere im Kampf außerordentlich geschickt bewegten. Diese Tierbewegungen, die ausschließlich auf natürlichen Reflexen beruhen, wurden von den Mönchen kopiert und in logische Bewegungsabläufe zusammengefasst. Dieser Moment war die Geburt eines eigenständigen Kung-Fu Systems, der des Shaolin Stil´s.

Das letzte Shaolin Kloster wurde während der chinesischen Revolution vor rund 100 Jahren vollständig zerstört und die Mönche vertrieben, der Kung Fu Stil der Shaolin Mönche jedoch überliefert.

Man differenziert zwischen zwei Shaolin Stilarten:
Nord Shaolin:Im Norden Chinas sind die Menschen größer und kräftiger als im Süden Chinas. Der Nord Shaolin Stil beinhaltet hauptsächlich gerade und starke Schläge sowie hohe und kräftige Tritte. Nord Shaolin ist der älteste Kung Fu Stil.Süd Shaolin:Im Süden Chinas sind die Menschen kleiner, dadurch aber auch schneller und wendiger in ihren Bewegungen. Daher sind die Süd Shaolin Techniken sehr schnell und geschmeidig. Er unterscheidet sich gegeüber dem Nord Shaolin Stil durch überwiegenden Einsatz von Armtechniken und geringern Einsatz von Beintechniken.

Kung Fu ist stets mehr als nur ein Sport!

Man betreibt nicht die Kampfsportart "Kung Fu", man lebt im Geist des Kung Fu und achtet dessen Ideale.
 

Kung Fu bedeutet:

  • einen Gegner nie unterschätzen, ohne sich und die erworbenen Fähigkeiten herabzuwürdigen.
  • geistig aufgeschlossen sein
  • Diziplin halten für Körper und Geist
  • die Mitmenschen und ihre Lebens- und Denkweisen respektvoll achten
  • Fairness anderen gegenüber walten lassen
 

Zielsetzung des TV-Asberg

Die Kung Abteilung des TV Asberg hat sich zum Ziel gesetzt, auch die alten Traditionen des Shaolin Kung Fu aufrecht zu halten.
Man kann das hier betriebene Kung Fu als Gegenpol zu den Bestrebungen werten, im Rahmen des "All Stil Karate" auf alle überlieferten und in Jahrunderten ausgereiften Bewegungsabläufe zu verzichten.

Der Trainer des TV Asberg, Großmeister Detlef Leppkes, ist Schüler von Meister Dietmar Halbach und Großmeister Hwang Ching Zeng. Großmeister Hwang Ching Zeng hat eine Vielzahl traditioneller Kung Fu Techniken und Bewegungsabläufe zusammengefasst, wie sie in der Kung Fu Abteilung es TV Asberg gelehrt werden.


 
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