Trainer Lyko ist lernfähig: "Keine Rotation mehr"
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 16.10.2009
(RP) Die erste Saisonniederlage des TV Asberg hätte verfilmt werden sollen. In der Rubrik "Wie man es nicht machen sollte" hätte das 0:2 des Tabellenführers der Fußball-Kreisliga A gegen Borussia Veen vermutlich einen Ehrenplatz erhalten. Da wäre der Trainer Jörg Lyko, der sich nach dem Schlusspfiff schützend vor seine Spieler stellte: "Ich übernehme die Verantwortung für diese Niederlage."
Fünf Akteure waren außen vor
Gleich fünf Akteure hatte der Coach außen vorgelassen. Rotation ohne Not; hinterher war Lyko klüger. Da war Torhüter Thomas Wilbers. Der junge Schlussmann fand's gar nicht lustig, meckerte und durfte gehen. Weil der TVA schon drei Mal ausgewechselt hatte, musste Feldspieler Dennis Frankenberg ins Trikot mit der Nummer Eins schlüpfen. Und da war auch noch Kevin Kiel: Zu genau gezielt, der Ball klatschte an den Pfosten. Das hätte das 1:0 sein und dem Spiel einen ganz anderen Verlauf geben können.
Freilich: Asberg ist lernfähig. "Keine Rotation mehr", hat Lyko deshalb versprochen. Wilbers mag sich noch so sehr auf die Zunge beißen – für ihn wird Olaf Hellgrewe zwischen die Pfosten rücken. Und vielleicht klappt's ja auch bei Kiel, dass der den Ball ein wenig weiter nach rechts oder links und somit in die Maschen setzt.
Schlecht wär's jedenfalls nicht, will die Asberger Truppe am Sonntag ihre Tabellenführung verteidigen. Der Spitzenreiter fährt zum OSC Rheinhausen, der bislang zwar unter seinen Möglichkeiten geblieben ist, dennoch einen harten Brocken darstellen dürfte für die Gäste, die den heißen Atem von Türkiyemspor Lintfort im Nacken spüren. Ganze drei Tore schlechter ist die Tordifferenz des Liga-Zweiten, der sich im Heimspiel gegen den Drittletzten VfL Repelen II anschickt, den TVA vom ersten Rang zu verdrängen. Eingeschossen hat sich die Lintforter Elf bereits, denn mit dem 6:2 ausgerechnet gegen den OSC feierte die Mannschaft ihren bislang höchsten Saisonsieg.
"Mal sehen, was die da oben machen", wird sich der SC Rheinkamp sagen und das Fernduell der beiden Topteams interessiert beobachten. Die Elf von Trainer Michael Kowalsky trifft auf den SV Schaephuysen und steht somit vor einer durchaus lösbaren Aufgabe.
Lars Hübschke könnte zurzeit mit verbundenen Augen spielen, der Scherpenberger würde vermutlich dennoch treffen. Zuletzt, gegen Schaephuysen, gelangen ihm beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft alle drei Tore. Mit dem besten Torschützen der Liga (neun Treffer) erwartet der SVS den bislang noch unbezwungenen VfL Rheinhausen.
Offensivstarke Baerler
Marc Schäffler hat acht Treffer auf seinem Konto, sein TuS Baerl nach dem SC Rheinkamp die meisten Tore der Liga erzielt. Der Aufsteiger will im Duell mit dem Tabellen-Vorletzten TuS Asterlagen noch einiges drauflegen. Ganz anders sieht es beim GSV Moers II aus, der mit mickrigen sieben Torerfolgen am Tabellenende steht und diese Zahl im Spiel beim SV Budberg II liebend gern deutlich erhöhen würde. Die DJK Lintfort empfängt den starken Neuling SV Haesen-Hochheide, und in Ossenberg messen sich die heimische Concordia sowie der Asberg-Bezwinger Borussia Veen.
Quelle: RP
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